Für euch gesehen: Pose

Für euch gesehen: Pose

Seit Januar 2019 läuft die Dramaserie Pose bei Netflix in Deutschland. Noch nie gab es solch eine Vielfalt an sexuellen Orientierungen und Identitäten zu sehen, wie in den aktuell ausgestrahlten zwei Staffeln.


Titel: Pose
Genre: Drama
Erschienen bei: Netflix (2019)
Produktion: Ryan Murphy

Darum geht’s:

In der US-amerikanischen Serie Pose wird der Zuschauer in das New York der späten 80er und frühen 90er Jahre entführt. Zu der Zeit existieren zwei extrem gegensätzliche Welten nebeneinander: Die des weißen Amerikas, geprägt durch den Kapitalismus der Trump-Ära und die vorwiegend schwarze Subkultur der Ballroom-Szene, Dragqueens und LGBTQI, am Rande des Existenzminimums, konfrontiert mit HIV und AIDS.

Das Logo der Serie „Pose“
Foto: YouTube

Die Ballrooms bieten den gesellschaftlichen Außenseitern die Möglichkeit, eine neue Familie zu finden und neues Selbstbewusstsein aufzubauen. Organisiert in sogenannten „Häusern“, konkurrieren die verschiedenen Familien im Ballroom um Ruhm und Anerkennung bei Contests mit unterschiedlichen Kategorien. 

Dabei zeigen die Charaktere ihre kreativen, schillernden und teilweise selbst gemachten Kostüme und lernen sich durch Kunst, Musik und Mode selbst kennen. Sie verwandeln sich in bunte, charakterstarke Persona, mit denen sie der brutalen Realität entfliehen können. Die meisten von ihnen wurden von ihren Eltern verstoßen und landeten anschließend auf der Straße und damit in der Kriminalität oder Prostitution.

Transfrau Blanca Rodriguez auf einem Ball
Foto: YouTube

Mitschöpfer, Autor und Regisseur Steven Canals sagte in der Los Angeles Times über die Serie: „Wir kreieren eine Show, die die Courage, die Unverwüstlichkeit und die Kunstfertigkeit dieser Gemeinschaft hervorhebt.“

Pose erzählt die berührenden Geschichten der einzelnen Protagonisten, die zeigen, wie wichtig der Kampf um Gleichberechtigung und Akzeptanz von Minderheiten bis heute ist.

Niemals zuvor haben so viele transsexuelle Menschen an einem Film gearbeitet, ob vor oder auch hinter der Kamera. Während sich die erste Staffel mit der Aids-Krise beschäftigt, zeigt Staffel zwei besonders die damalige epidemieartige Gewalt gegen Transfrauen.
Eine dritte Staffel Pose wurde nur kurz nach Bestellung der zweiten Staffel bestätigt. Serienschöpfer Ryan Murphy hat angekündigt, dass Pose nach dieser Staffel auch enden wird. Dann wird es wohl zum letzten Mal heißen: „Die Kategorie lautet: Live! Work! Pose!“

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