Kreativität im Schulalter

Kreativität im Schulalter

Sind Mädchen wirklich interessierter an Kreativität? Und welche Rolle soll Kreativität in ihrem Leben noch spielen? Im Gespräch mit der 6. Klasse einer Gesamtschule aus Riedstadt haben wir 17 Schüler und Schülerinnen zwischen 11 und 13 Jahren befragt, um diesen Fragen auf den Grund zu gehen.


Was bedeutet Kreativität für Dich?

Ich verstehe diese Frage nicht“ war die häufigste Antwort. Denn nur wenige Schüler konnten beschreiben, was Kreativität für sie ist. Kreative Antworten wie „Fantasie“ und „bunt“ wurden auch genannt.

„Kreativität ist, wenn man schöne Sachen aus nicht so schönen Sachen macht.“

Ein Teilnehmer

Kreativität zu definieren fiel sowohl Jungen als auch Mädchen ziemlich schwer; überraschende Antworten auf diese Frage kamen von beiden Geschlechtern. Erstaunlicherweise stammen die kreativen Antworten eher von SchülerInnen, die sich in ihrem Berufswunsch oder Lieblingsfach nicht unbedingt kreativ ausleben wollen.

Das Vorturteil sagt: Mädchen sind in ihrer Berufswahl kreativer, Jungs bevorzugen handwerkliche Berufe.

Nur 22 Prozent der befragten Jungen möchten später einen kreativen Beruf wie Koch oder Erfinder ausleben, der Großteil sieht sich später eher in einem handwerklichen Job wie KFZ-Meister oder Elektroniker. Bei den Mädchen hingegen können sich immerhin 43 Prozent einen kreativen Beruf vorstellen. Die meist genannten Antworten waren Friseurin oder Architektin. Auch im Unterricht schwärmen sie für Kunst oder Musik, während die Jungs eher weniger kreative Fächer wie Sport oder Mathe bevorzugen.

„Kreativität ist für mich Farbe, Zeichnen und Malen.“

Eine Teilnehmerin

Und wie sieht es mit der Fantasie der Sechstklässler aus? Durch den bekannten Test mit dem Rohrschach-Tintenfleck des haben wir die visuelle Kreativität der Schüler getestet. Bei der Frage, was sie in dem Tintenfleck sehen, konnten sich alle Schüler etwas Kreatives vorstellen. Vom Monster über den Schmetterling, bis hin zur Fledermaus war alles dabei. Fantasie und Vorstellungskraft kann man sowohl den Mädchen als auch den Jungen anrechnen.

Kreativität ist vielseitig

Unser Fazit nach diesem Gespräch: Kreativität ist nicht unbedingt vom Traumberuf oder Lieblingsfach abhängig, und auch das Geschlecht lässt nicht unbedingt auf Kreativität schließen. Kreativität hat sich hier als vielseitig und in verschiedenen Bereichen gezeigt. Ob Mädchen oder Jungs eine kreativere Ader haben, scheint hier mehr vom Charakter als von den persönlichen Vorlieben abhängig zu sein.


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